Themen dieses Kurses
- Allgemeines
- Thema 1
Thema 1
Einleitung
Wasser ist für das Leben und die Landschaft von grundlegender Bedeutung. Es ist der Grundbaustein des Lebens und aller Organismen, von den primitivsten bis zu den sehr fortgeschrittenen Tieren. Wasser bestimmt die Qualität der Landschaft. Neben der Temperatur ist die Verfügbarkeit von Wasser ein abiotischer Faktor, der Organismen und Vegetation beeinflusst.
Wichtige Prozesse finden in Wasser statt, zudem beeinflusst Wasser die Bildung der Atmosphäre und bildet Lebensräume. Im Allgemeinen erwärmt sich die Landschaft mit weniger Wasserflächen schneller. Ihre Abwesenheit kann daher zu extremen Klimaveränderungen führen. Die Fähigkeit, Wasser zu speichern, ist auch ein wichtiger landschaftsbildendender Faktor.
Wasser ist eine wesentliche Voraussetzung für das Leben. Der menschliche Körper enthält ungefähr 70% Wasser. Pflanzen enthalten bis zu 90% Wasser. Der Wasserkreislauf beginnt mit dem Niederschlag, bei dem mehr als 50% wieder verdunsten, 10 - 20% in Flüsse, Meere und Ozeane abfließen und weniger als 10% in das Grundwasser gelangen.
Der Wasserverlust in der Landschaft ist mit der Verringerung der Fruchtbarkeit landwirtschaftlicher Flächen verbunden. Agrarland gibt es aufgrund von Wüstenbildung, Urbanisierung, Bergbau, Erosion oder anderen Aktivitäten nicht mehr.
Menschliche Aktivitäten müssen nicht immer nur die Verschmutzung von Wasserquellen bedeuten, sondern auch Eingriffe in das Wasserregime der Landschaft können eine Reihe von negativen Auswirkungen haben. In den vergangenen Jahren hat die Entwässerung von Feuchtgebieten, das Begradigen von Flüssen, das Auffüllen von Blindstromzweigen oder die Landgewinnung bedeutende Verluste die Fähigkeit des Landes, Wasser im Boden aufzunehmen und zu speichern verursacht. Dies führte zu schnellem Abfließen des Wassers aus der Landschaft, Überschwemmungen und einer verringerten Selbstreinigungsfähigkeit.
- Thema 2
Thema 2
Natürliche Wasserquellen
Natürliche Wasserlebensräume sind Orte, an denen Wasser zurückbleibt Diese Orte können sich das ganze Jahr über, aufgrund der klimatischen Bedingungen, in trockene Lebensräume verwandeln. Obwohl einige Wasserquellen kurzfristig sein können, haben sie eine unersetzliche Bedeutung für die Landschaft. Sie liefern Feuchte- und sind Wasserspeicher für die Umgebung, was das Langzeitverhalten der Landschaft und den Erhalt vieler Tier- und Pflanzenarten mit sich bringt. - Thema 3
Thema 3
Bewässerung
Praktische Tipps zur Wasserspeicherung in Landschaft und Garten
1. Die richtige Pflanzenauswahl
Pflanzen Sie nur xerophile Vegetation an trockenen Orten und hygrophile Pflanzen an feuchten Orten.
2. Mulchen
Behalten Sie Feuchtigkeit im Boden. Der effektivste Weg ist das Mulchen. Mulch ist eine dicke Schicht aus organischem Material an der Bodenoberfläche, die Wasser eindringen lässt aber Verdunstung verhindert. Zudem Wurzeln Schatten spendet und ein ausgezeichnetes Klima für die Bodenmikroflora schafft, welches für die Verbesserung der physiologischen Eigenschaften Ihres Bodens notwendig ist.
3. Sammeln von Regenwasser
Wir können das Regenwasser in Fässern, Tanks oder anderen Sammelbehältern über Rohre oder Rinnen sammeln. Wir können das Wasser auch einsickern lassen, sodass es im Boden verbleibt. Auch können wir Terrassen an Hängen schaffen, die ein längeres Eindringen des Wassers ermöglicht und Entwässerung verhindert.
4. Verwendung von Humus
Qualitativ hochwertiger, humusreicher Boden kann auch in der Trockenzeit mehr Feuchtigkeit speichern als der Boden ohne organische Substanz.
Drei Liter hochwertiger trockener Boden kann einen Liter Wasser aufnehmen. Was bedeutet, dass 30 cm Bodenschicht, die reich an organischer Substanz ist, im Garten verteilt, so viel Wasser enthält wie 7,5 cm Wasserfläche desselben Gebiets.
Es ist daher wirtschaftlicher, Wasser im Boden zu halten als Wasserbecken zu bauen oder es über die Wasserleitung zu beziehen.
5. Bepflanzungsdichte
Pflanzen Sie Ihre Vegetation (Stauden, Sträucher, Bäume, Gemüse) so, dass sie die Oberfläche des Bodens während des Wachstums - oder noch früher - vollständig beschattet. (Sie können dies erleichtern, indem Ebenen erstellt werden). Der Schatten verhindert, dass durch die Sonne, Feuchtigkeit austritt. Beschatteter Boden ist kalt und die Verdunstung reduziert sich um 60%.
Wir erleichtern die Rückhaltung von Wasser mit höherem Rasen oder Weidegras, beschatten dadurch den Boden und verhindern so eine übermäßige Verdunstung.
Sie können entweder nicht benötigtes Holz oder Stämme direkt, tief unter Pflanzen vergraben, welche sich dann Dank größerer Feuchtigkeit, ohne Bewässerung, in gutem Zustand halten oder Sie können das Holz auf der Oberfläche belassen und damit Stützhügel schaffen oder es auch nur teilweise einbetten.
Natürlich darf Holz für diese Zwecke nicht chemisch behandelt, mit Altöl imprägniert oder lackiert sein.
Verwenden Sie niemals alte Eisenbahnschwellen, die mit sehr schädlichen Chemikalien konserviert sind.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Zweigen, um den Pflanzen mehr Feuchtigkeit zuzuführen. Verrottendes Holz, auf das kein Sonnenlicht fällt, hat eine große Fähigkeit, Wasser aufzunehmen. So können wir beim Pflanzen Holzstücke hinzufügen. Das Holz darf nicht chemisch behandelt sein.
- TESTY